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Was Sie für Ihr Sterben vorbereiten sollten

"Hat ja noch Zeit" heißt es meistens. Aber der Tod kann uns jederzeit treffen. Wenn Sie bei vollem Verstand über die Rahmenbedingungen Ihres Sterbens verfügen wollen, dann sollten Sie jetzt handeln!

Inhalt dieses 31-seitigen EBooks:

Inhalt  

I. Sterben zwischen Wunsch und Wirklichkeit – worauf Sie sich einstellen müssen.

II. Was Sie unbedingt für Sich regeln sollten
1. Patientenverfügung
2. Vorsorge-/Betreuungsverfügung
3. Generalvollmacht
4. Testament
5. Sterbetestament

III. Welchen Ordner Sie für Ihre Angehörigen vorbereiten sollten
1. Vollmachten
2. Patientenverfügung
3. Was ist wo
4. Konten
5. Testament
6. Vermögenswerte
7. Begräbnis
8. Dokumente

IV. Welche Themen das Sterben stellt und wie Sie sich darauf vorbereiten können
1. Die Entbindung
2. Die Bewahrung der Würde
3. Sammlung und Introversion
4. Bilanz und Sinngebung
5. Meditation als Lernweg    

V. Anhänge (Vorlagen für Vollmachten)

 

Leseprobe:

Laut Umfragen wünschen sich mehr als 90% der Bevölkerung, zu Hause zu sterben. Außerdem wünschen sich mehr als 80% der Befragten einen schnellen Tod. Die Realität aber sieht anders aus: in den vergangenen Jahren starben rund 85% der Verstorbenen in öffentlichen Institutionen wie Krankenhäusern (55%) und Pflegeheimen (30%), wobei der langsame Tod als Schlusspunkt langjähriger und vielfältiger Krankheiten heute die Regel ist.

So paradox das klingt, der langsame multimorbide Tod ist der Tribut für den medizinischen Fortschritt! Denn in den vergangenen 100 Jahren hat sich die Lebenserwartung in Deutschland mehr als verdoppelt auf durchschnittlich 80,8 Jahre. Was vor Jahren noch ein sicheres Todesurteil war, kann heute behandelt werden. Dafür sind allerdings andere Krankheitsbilder aufgetaucht, deren Bewältigung noch kommenden Medizinergenerationen vorbehalten bleibt. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz haben beispielsweise erst durch die Eliminierung anderer Todesursachen jene Bedeutung gewonnen, die sie heute haben. Es ist also vor allem das hohe Niveau der medizinischen Entwicklung, das einerseits für eine frühzeitige Erkennung finaler Erkrankungen (Krankheiten, die zum Tode führen) sorgt, andererseits die Spanne zwischen Erkrankung und Tod hinauszögert und dadurch das Problem des langsamen Todes mit seinen neuen Aufgaben und Themen schafft. Sarkastische Zeitgenossen sprechen in diesem Zusammenhang von „Überlebenden des medizinischen Fortschritts“, denn die hinzugewonnene Zeit ist nicht unbedingt eine gesunde Zeit.   Die Folge ist, dass wir daher im Alter eher mit einer längeren Phase des Sterbens mit vielfältigen und chronischen Krankheiten, mit sogenannter Multimorbidität rechnen müssen. Statt des gewünschten schnellen Todes wird die Mehrheit ein langsames Sterben durchleben müssen.

Auch der zweite Wunsch, zu Hause zu sterben, ist den Zahlen nach eher illusorisch! Sei es, dass die Erkrankungen intensiverer Pflege und Behandlung bedürfen, sei es, dass die häuslichen Verhältnisse ein Sterben in der gewohnten Umgebung nicht zulassen. Die durchschnittliche Familienstruktur ist heute die Kleinfamilie, wobei die Rate der Singles und der kinderlosen Paare steigend ist. Wer soll dann die Pflege und Versorgung leisten? Ambulante Pflegedienste füllen, soweit sie überhaupt noch Kapazitäten haben, mit ihren Leistungen diese Lücke und helfen so, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Aber am Ende führt dann doch oft kein Weg an der Einweisung ins Krankenhaus oder Pflegeheim vorbei.

...

Rechnen Sie also realistischer Weise mit folgendem Szenarium: 

1.    Aller Voraussicht nach werden Sie einen langsamen Tod sterben als Folge chronischer oder mehrfacher vorausgehender Erkrankungen mit zunehmenden Einschränkungen.

2.    Und aller Voraussicht nach werden Sie in einer öffentlichen Einrichtung sterben, außerhalb Ihres vertrauten Zuhauses und von Fremden gepflegt.  

...

Wenn Sie sich also ein Sterben in Ruhe gönnen möchten, ohne dass die Apparatemedizin Ihren Körper zum Weiterleben zwingt, dann sollten Sie den Ärzten und auch Ihren Angehörigen Sicherheit für das Vorgehen im Ernstfall geben, indem Sie in Ihren Willen in Form einer Patientenverfügung eindeutig niederlegen – vor allem für den Fall, dass Sie sich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht mehr äußern können. Zwar gaben in einer Umfrage rund 65% der Befragten an, eine Patientenverfügung zu haben, aber meist handelt es sich dabei um Vorlagen, die im Ernstfall nicht wirksam werden, weil sie medizinisch nicht ausreichend differenzierte Aussagen treffen, den akuten Fall nicht beschreiben oder im entscheidenden Fall nicht zur Verfügung stehen. Neun von zehn Verfügungen zählen demnach -auch trotz notarieller Beglaubigung- nicht, wie die Universität Düsseldorf 2014 in einer Untersuchung feststellte! Um rechtlich wirksam zu sein, muss eine Patientenverfügung in jedem Fall schriftlich vorliegen, ob handgeschrieben oder per Computer ist egal, Ihren Namen, ein Datum und Ihre Unterschrift enthalten und möglichst die unterschriebene Bestätigung eines Zeugen, dass Sie zum Zeitpunkt der Abfassung im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte waren. In einer wirksamen Patientenverfügung müssen konkrete Maßnahmen unter ausdrücklicher Bezugnahme auf einzelne Krankheiten oder Behandlungen genannt werden. So sollte möglichst präzise beschrieben werden, was Sie im Fall eines Unfalls, eines Schlaganfalls, einer schweren Erkrankung oder des unmittelbar bevorstehenden Sterbens wollen und nicht wollen. Dazu gehört beispielsweise, ob und unter welchen Umständen Sie reanimiert werden möchten; welchen Therapie- und Diagnoseformen Sie zustimmen oder ausdrücklich widersprechen; wo Sie für  sich bei welchen Diagnosen Ihre absolute Therapiegrenze definieren, auch wenn das Ihren Tod zur Folge hat, und unter welchen Einschränkungen das Leben für Sie noch eine ausreichende minimale Lebensqualität besitzt.

...

Die erste große und grundlegende Aufgabe, die der Tod uns stellt, ist die Aufgabe der Entbindung. Als wir geboren wurden und ins Leben kamen, wurden wir von der Mutter entbunden. Wenn es dann um das Sterben geht, steht wieder „Ent-Bindung“ an!  Als Sterbende müssen wir unsere Bindung an dieses Leben zurücknehmen. Die Bindung an Menschen, die wir lieben, die Bindung an Orte, an denen wir gelebt oder uns wohlgefühlt haben. Die Bindung an Aufgaben und Rollen, die uns einmal Bedeutung gegeben haben. Auch die Bindung an Pläne, an Sachen, die wir gerne noch gemacht oder erlebt hätten. Kurzum: Sterbende müssen sich von allem entbinden, was sie am Leben festhalten würde. Und wie die erste Entbindung kann auch diese Entbindung leichter oder schwerer fallen, kürzer oder länger brauchen. Je mehr Sie Abschiede schon vorher geübt und geleistet haben, desto leichter wird Ihnen auch das Ende fallen. Die beste Vorbereitung auf das Sterben ist daher, sein ganzes Leben "abschiedlich" zu leben. In der buddhistischen und gnostischen Lehre spielt das Thema der „Anhaftung“ eine zentrale Rolle. Die Anhaftung, das Haben- und Haltenwollen und die starke emotionale Bindung an Vergängliches gelten als die eigentliche Ursache aller Leiden. Dem zugrunde liegt die Erkenntnis, dass schlichtweg alles vergänglich ist, jeder Gegenstand, jedes Lebewesen, aber auch jede Situation, jeder Zustand. Solange wir etwas Geliebtes besitzen, sind wir glücklich. Doch in jedem Besitz ist bereits die Möglichkeit, ja die Gewissheit enthalten, dass wir ihn irgendwann verlieren oder auf andere Weise aufgeben müssen. Ein Gegenstand, an dem wir hängen, geht uns verloren oder kaputt. Ein Mensch, den wir lieben, stirbt oder verlässt uns. Auch kennen wir vermutlich alle die Erfahrung, dass wir ein beglückendes Ereignis, beispielsweise den Besuch eines schönen Ortes oder eine angenehme Situation wiederholen wollten. Aber im Endeffekt waren wir enttäuscht, weil es nicht mehr die gleiche Qualität hatte wie das erste Mal. Alles ist vergänglich, es kommt und es geht wieder. Es gibt kein anderes Mittel gegen das Anhaften, als das Loslassen ständig zu üben und so zu einem Einverständnis mit diesem Grundgesetz des Lebens zu finden. Das bedeutet, dass wir in Bindung und Trennung die polare Wirklichkeit unseres Lebens erkennen und bejahen lernen. Alles, was wir haben, ist nur zeitweise „Leihgabe“.  

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