Mit diesem Kauf erhältst du die beiden Bücher „Ich tue nur das, was mir Freude bereitet” und „Blumen auf dem Schrottplatz – Vom Niemandsein und Mitgefühl”.
Klappentext: Ich-tue-nur-das-was-mir-Freude-bereitet
Eine Gebrauchsanweisung für ein radikal sanftes Leben. Tue nur, was Freude fördert, und lasse das Übrige sein. Der freie Wille ähnelt eher einem Boot: Der Wind (Prägungen, Angst, Umstände) bläst, allein die Bewusstheit setzt den Kurs. Übung: Tägliche Retrospektive, Meditation, Ärger entwöhnen, Rechtfertigungen beenden, Bindungen lockern, innerlich sterben, damit die Furcht ihre Stimme verliert. Gespräche? Nur dort, wo die Aufmerksamkeit bleibt; ansonsten höflich beenden. Termine? Abschaffen oder flexibel halten. Handle aus Stimmigkeit, anstatt aus dem Prinzip: Ich muss. Wu Wei sollte der Standard sein; eingreifen sollte nur erfolgen, wenn Nicht-Handeln mehr Leid erzeugt.
Der Text, den wir gemeinsam durchlaufen werden, ist weder ein Rezeptbuch noch ein endgültiges Urteil über das Leben; er ist eine Einladung, den Blick vom vertrauten Tellerrand zu heben und über ihn hinauszuschauen – dorthin, wo das Bekannte endet und das wirkliche Abenteuer unseres Daseins beginnt: im Inneren.
Es braucht Mut, sich von dem zu lösen, was vertraut ist, von dem, was uns scheinbar Sicherheit gibt: feste Strukturen, eingeübte Routinen und vor allem das Netz aus unbewussten Ängsten und Wünschen, in dem unser „freier” Wille gefangen ist. Gerade im Loslassen zeigt sich jene Freiheit, nach der wir uns so sehr sehnen. Eine immer bequemere Lebensgestaltung ist dabei allerdings keine Hilfe; sie kommt vielmehr zum Vorschein, wenn wir ins Ungewisse aufbrechen, keine Kompromisse mehr eingehen, und auf unsere Intuition hören, bevor wir Entscheidungen treffen.
- Der Text umfasst ca. 24.000 Wörter, ca. 90 PDF-Seiten und hat eine Lesezeit von 8 Stunden (aufgrund des Schwierigkeitsgrads eventuell auch mehr)
- Bilder enthalten
- Download enthält zusätzlich das Buch als PDF
Leseprobe (Ausschnitte)
- Eines Tages dachte jemand: „Ab heute werde ich alle Menschen duzen! Die Engländer haben schließlich auch nur das „Du“. Das ist jedoch nicht der springende Punkt … Mir geht es um die Tatsache, dass wir auf tiefster Ebene alle miteinander verbunden sind und somit von Natur aus Freunde sind!
Ein Jahr später dachte sich jene Person: „Jeder, der mich besuchen will, hat sein Mobiltelefon auszuschalten – selbst der König der Welt!“
- Vorwort oder: Warum dieser hohe Preis?
Anders als viele Romane, die sich als Zeitvertreib eignen, ist dieses Buch als Leitfaden zur Selbstverwirklichung gedacht, auch wenn es mit seinen wenigen Seiten nicht den Anspruch erhebt, dies umfassend zu ermöglichen. Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb es teurer ist. Beim Schreiben habe ich darauf geachtet, dass jede zweiminütige Lesezeit zumindest eine nützliche Erkenntnis vermittelt. Von den rund zehn Milliarden Menschen kenne ich nicht einmal 0,00001 %, also etwa tausend, gut genug, um ihre Eigenschaften treffend beschreiben zu können. Weniger als fünf Prozent davon, also weniger als fünfzig Personen, zeigten echtes Interesse an tiefgründigen geistigen Themen. Das sagt mir, dass wir, wie einige bekannte Buddhisten, die Schriftliches hinterlassen haben, sagen, „in degenerierten Zeiten leben”, in denen die Mehrheit lieber Netflix schaut, anstatt sich ernsthaft der Persönlichkeitsentwicklung zu widmen. Dieser Umstand führt zu zweitens bezüglich der Kostenfrage. Solche Bücher, die zur Tiefgründigkeit anregen und auch noch wenig kosten, werden in unserer überreizten Mediengesellschaft oft nicht zu Ende gelesen – unter anderem, weil unser Geist dazu neigt, den Dingen wenig Wert beizumessen, wenn sie billig sind. Ein höherer Preis wirkt hier wie ein Filter für all jene, die bereit sind, sich intensiv mit den Inhalten dieser Schrift auseinanderzusetzen. Dazu gehört beispielsweise das Thema Tod, das hier ebenso selbstverständlich dazugehört wie die Meditation. Als ich etwa fünf Jahre alt war, fiel während eines Ausflugs auf dem See der Motor unseres kleinen offenen Bootes aus. In dem Boot befanden sich mehrere Erwachsene und wir zwei Kinder. Es wurde spät abends, als sich ein größeres, beleuchtetes Boot näherte, auf dem Leute feierten. Sie hörten unsere Rufe nicht und rammten unser Boot. Einen Augenblick zuvor waren alle ins Wasser gesprungen. Wir zwei Kinder konnten jedoch nicht schwimmen und sanken sofort. Hätte der Bootsführer im völligen Dunkeln nicht nach zwei Köpfen unter Wasser gegriffen und uns herausgezogen, wären wir gestorben. Diese Erfahrung hat es mir später erleichtert, das Weltliche loszulassen – wenn auch nicht vollumfänglich –, wofür ich sehr dankbar bin. Doch ich bin überzeugt, dass Nahtoderfahrungen keine Voraussetzung dafür sind. Auch ohne sie ist höchste Selbstverwirklichung möglich, vorausgesetzt, man vertraut darauf, dass der von Gott vorgegebene Lebensweg der beste ist.
- Auf den ersten Blick klingt der Satz „Ich tue nur das, was mir Freude bereitet“ wie ein unerreichbarer Traum. Äußert man ihn ernsthaft, stößt man mit großer Wahrscheinlichkeit auf Skepsis und Unglauben. Doch warum? Weil das Leben in unserer Wahrnehmung in der Regel ein Geflecht aus Verpflichtungen, Erwartungen und Aufgaben ist, das kaum Raum für die Verwirklichung tiefster Sehnsüchte lässt. Diese gefühlte Begrenzung betrifft sowohl große Lebensbereiche, wie den Umgang mit Familie, Freunden und Vorgesetzten, den wir mit Respekt, Rücksicht und Herzlichkeit gestalten wollen, als auch kleinere Wünsche, wie eine größere Reise, die, obwohl sie mit den finanziellen Mitteln und den Lebensumständen vereinbar wäre, von vielen immer wieder in die Zukunft verschoben wird. Leider wird Letzteres, also Wünsche für die Sinne, von der Mehrheit als das Wichtigste angesehen. (Im noch kleineren Rahmen würden Fragen aufkommen wie: Gehe ich sorgsam genug mit mir selbst um und schenke ich mir genügend Zeit?)
Solange wir uns nicht ausführlich mit der erstgenannten Idee beschäftigen, neigen wir – als Ergebnis unserer Geschichte, unserer Überzeugungen und der gegenwärtigen Umstände – dazu, uns entscheidungsbefugter zu fühlen, als wir es tatsächlich sind, und unsere Handlungsspielräume als vollkommen uneingeschränkt wahrzunehmen. Gleichzeitig erleben wir täglich scheinbar unüberwindbare Hindernisse, die uns lähmen und aufhalten. Es ist, als stünden unsichtbare Mauern vor uns, und wir fragen uns insgeheim, warum das Leben sich so schwer anfühlt. Diese Mauern erscheinen oft unauffällig: eine Bitte, die wir nicht äußern, eine Gelegenheit, die wir nicht ergreifen, ein Bedürfnis, das wir verdrängen, weil „es gerade nicht passt“. Hat nicht jeder von uns schon einmal aus einem Gefühl der Ratlosigkeit und inneren Lähmung geschwiegen, wenn Eltern vor ihren Kindern eine unwürdige Sprache verwendet haben? Oder weil sie ihren Kindern ein Smartphone gegeben haben, um „Ruhe“ vor ihnen zu haben? Auch das Unvermögen, sich von Gästen zu verabschieden, obwohl der Körper bereits nach Ruhe verlangt, ist uns allen bekannt. Solche Momente legen die undurchsichtigen Fäden offen, die unsere Autonomie einschränken. Sie zeigen außerdem, dass der freie Wille nicht von Natur aus vorhanden ist, sondern aktiv entwickelt und gestärkt werden muss.