Dieser Guide zeigt dir, wie du strukturiert vorgehst, welche Plattformen passen und was du rechtlich wissen musst.
Online-Kurs erstellen und verkaufen auf einen Blick
- Online-Kurse lassen sich skalierbar vermarkten: Einmal erstellt, kannst du denselben Kurs beliebig oft verkaufen, ohne weiteren Produktionsaufwand zu betreiben.
- Kursideen entstehen dort, wo dein Fachwissen auf konkrete Nachfrage trifft. Je spezifischer das Problem, das du löst, desto leichter lässt sich der Kurs vermarkten.
- Die Erstellung kostet mit Smartphone und kostenlosen Tools unter 100 Euro. Der größte Aufwand ist kein finanzieller, sondern ein zeitlicher.
- Für den Verkauf brauchst du die richtige Plattform, einen durchdachten Preis und eine Vermarktungsstrategie, etwa über SEO, Social Media oder ein eigenes Affiliate-Programm.
- Rechtlich musst du z.B. Widerrufsrecht, Gewerbeanmeldung und Steuerpflichten berücksichtigen. Eine frühzeitige anwaltliche und steuerliche Beratung verhindert kostspielige Fehler.
Kann man mit Online-Kursen Geld verdienen?
Ja, mit Online-Kursen lässt sich Geld verdienen, und das Modell eignet sich besonders gut für skalierbare Einnahmen. Ein Kurs wird einmal erstellt und kann anschließend beliebig oft verkauft werden, ohne dass weiterer Produktionsaufwand entsteht.
Wie viel du verdienst, hängt von Thema, Qualität und der Reichweite ab, über die du dein Angebot vermarktest. Wer eine klar definierte Zielgruppe anspricht und ein konkretes Problem löst, erzielt deutlich bessere Ergebnisse als breite Allgemeinratgeber. Der Aufbau braucht Zeit, zahlt sich aber langfristig aus.
Über Digistore24 kannst du deinen Online-Kurs samt Zahlungsabwicklung, Distribution und Affiliate-Programm in kurzer Zeit aufsetzen und verkaufen.
Welche Ideen gibt es für Online-Kurse?
Die besten Online-Kurs-Ideen entstehen dort, wo echtes Fachwissen auf konkrete Nachfrage trifft. Das kann ein spezialisiertes Berufswissen sein, eine praktische Fähigkeit oder ein Hobby mit einer kaufbereiten Zielgruppe. Grundsätzlich gilt: Je spezifischer das Problem, das dein Kurs löst, desto leichter lässt er sich vermarkten.
Die folgenden Ideen decken unterschiedliche Bereiche ab und eignen sich für verschiedene Vorkenntnisse und Zielgruppen.
- Sprachen lernen: Fremdsprachen für Beruf, Reise oder Alltag, besonders Nischensprachen oder branchenspezifisches Vokabular sind gefragt.
- Fotografie und Videobearbeitung: Smartphone-Fotografie, Lightroom-Editing oder YouTube-Produktion für Content Creator und Hobbyisten.
- Finanzen und Investieren: Grundlagen der Geldanlage, ETF-Strategien oder Budgetplanung für Einsteiger ohne Bankwissen.
- Fitness und Ernährung: Trainingsplanung, gesunde Ernährung oder spezifische Methoden wie Intervallfasten oder Mobility-Training.
- Business und Selbstständigkeit: Freelancing starten, Preise kalkulieren oder ein Online-Business aufbauen für angehende Gründer.
- Softwaretools und Produktivität: Notion, Excel, Canva oder ChatGPT für Berufstätige, die effizienter arbeiten wollen.
- Kreative Fähigkeiten: Zeichnen, Texten, Musikproduktion oder Hand-Lettering für alle, die kreativ tätig werden wollen.
- Persönlichkeitsentwicklung: Zeitmanagement, Stressabbau oder Kommunikationsskills für Berufstätige und Führungskräfte.
- Handwerk und DIY: Nähen, Heimwerken, Töpfern oder Urban Gardening für eine wachsende Maker-Community.
- Marketing und Social Media: Instagram-Aufbau, SEO-Grundlagen oder E-Mail-Marketing für Selbstständige und kleine Unternehmen.
Wie erstelle ich einen eigenen Online-Kurs?
Einen Online-Kurs zu erstellen ist kein Hexenwerk, aber auch kein Selbstläufer. Wer strukturiert vorgeht, spart sich viel Nacharbeit und kommt schneller zu einem Produkt, das sich tatsächlich verkauft.
Die folgenden drei Schritte legen die Basis für einen Kurs, der eine klare Zielgruppe anspricht und einen realen Mehrwert liefert.
- Thema & Zielgruppe
- Kurs-Struktur planen
- Inhalte produzieren
Schritt 1: Thema & Zielgruppe
Der häufigste Fehler beim Kurs erstellen ist ein Thema zu wählen, das zwar interessant klingt, aber keine klare Zielgruppe anspricht. Ein guter Online-Kurs löst ein konkretes Problem für eine klar definierte Gruppe von Menschen. Frag dich:
- Wer hat dieses Problem?
- Wie dringend ist es?
- Warum bin ich die richtige Person, es zu lösen?
Themen mit kaufbereiter Zielgruppe findest du oft dort, wo Menschen aktiv nach Lösungen suchen, etwa in Foren, Facebook-Gruppen oder über Google-Suchanfragen.
Hilfreich ist auch ein Blick auf bestehende Kurse in deiner Nische: Was vermissen Käufer laut Bewertungen? Genau dort liegt oft eine Marktlücke. Je spezifischer dein Thema, desto leichter fällt die gesamte Umsetzung, von der Inhaltserstellung bis zur Ansprache potenzieller Käufer.
Schritt 2: Kurs-Struktur planen
Bevor du auch nur eine Sekunde aufnimmst, sollte dein Kurs auf dem Papier stehen. Definiere zunächst das Lernziel: Was kann jemand nach deinem Kurs, was er vorher nicht konnte? Leite daraus die Hauptmodule ab und unterteile sie in einzelne, klar abgegrenzte Lektionen.
Eine bewährte Struktur folgt dem Prinzip:
- Problem verstehen
- Grundlagen legen
- Schritt für Schritt umsetzen
- Ergebnisse festigen
Achte darauf, dass jede Lektion einem einzigen Kerngedanken folgt und nicht zu viel auf einmal abdeckt. Das erleichtert das Lernen und reduziert Abbrüche.
Kurse müssen dabei nicht besonders lang sein, um als wertvoll wahrgenommen zu werden. Kompakte, gut strukturierte Inhalte performen in der Regel besser als aufgeblähte Videostunden ohne roten Faden. Eine klare Gliederung hilft außerdem dabei, später gezielt Inhalte zu ergänzen oder zu aktualisieren.
Schritt 3: Inhalte produzieren
Für die Produktion brauchst du weniger Equipment als viele denken. Ein gutes Mikrofon, ausreichend Licht und eine ruhige Umgebung reichen für den Anfang völlig aus. Videos lassen sich mit kostenlosen Tools wie Loom oder OBS aufnehmen, Präsentationen mit Canva oder Google Slides erstellen. Wer lieber schreibt, kann seinen Kurs auch als textbasiertes Format mit PDFs, Arbeitsmaterialien und Checklisten aufbauen.
Wichtiger als perfekte Produktion ist eine klare, verständliche Vermittlung. Sprich direkt zur Zielgruppe, halte einzelne Lektionen fokussiert und vermeide unnötige Füllsätze.
Tipp: Ein typischer Fehler in dieser Phase ist Perfektionismus: Viele schieben den Launch hinaus, weil sie noch an der Qualität feilen. Plane ausreichend Zeit für Schnitt und Qualitätsprüfung ein, aber setze dir auch einen klaren Fertigstellungstermin, sonst bleibt der Kurs für immer halbfertig.
Wie viel kostet die Erstellung eines Kurses?
Die Erstellung eines Online-Kurses kann nahezu kostenlos sein oder mehrere tausend Euro kosten, je nachdem, welches Equipment und welche Tools du einsetzt. Wer mit dem Smartphone aufnimmt, Loom oder OBS zur Aufzeichnung nutzt und seine Folien mit Canva oder Google Slides erstellt, kommt mit einem Budget von unter 100 € aus.
Die größten Kostenpunkte entstehen, sobald du in externes Mikrofon, Ringlicht oder professionellen Videoschnitt investierst, was realistisch zwischen 200 und 1.000 € liegen kann. Hinzu kommen gegebenenfalls:
- Kosten für Grafikdesign
- Textkorrekturen
- Technische Umsetzung von Begleitmaterialien
Der größte Aufwand bei der Kurserstellung ist jedoch in der Regel kein finanzieller, sondern ein zeitlicher.
Wie kann ich meine Online-Kurse verkaufen?
Ein fertiger Kurs ist erst der Anfang. Damit er tatsächlich Einnahmen bringt, braucht es die richtige Plattform, einen durchdachten Preis und eine klare Vermarktungsstrategie.
Die folgenden drei Schritte zeigen dir, wie du deinen Kurs vom fertigen Produkt in eine verlässliche Einkommensquelle verwandelst, ohne dich dabei in technischen Details zu verlieren.
Schritt 1: Plattform wählen
Die Wahl der richtigen Plattform entscheidet darüber, wie viel Aufwand du in Technik, Recht und Zahlungsabwicklung investieren musst, statt in dein eigentliches Produkt.
Grundsätzlich hast du zwei Optionen: Marktplätze wie Udemy bringen eigene Reichweite mit, nehmen dafür aber erfahrungsgemäß einen vergleichsweise größeren Anteil deiner Einnahmen und geben dir kaum Kontrolle über Preisgestaltung oder Kundendaten.
Spezialisierte Verkaufsplattformen wie beispielsweise Digistore24 ermöglichen dir, deinen Kurs flexibler und selbstbestimmter zu verkaufen. Beide Varianten bieten dir in der Regel:
- Automatisierter Zahlungsabwicklung
- Rechnungsstellung
- Steuerliches Setup für internationale Verkäufe
Tipp: Einige Plattformen verfügen über ein integriertes Affiliate-Netzwerk, über das andere deinen Kurs gegen Provision bewerben. Für alle, die langfristig eine eigene Marke aufbauen und ihre Margen maximieren wollen, ist eine solche Plattform in der Regel eine gute Wahl.
Schritt 2: Preis definieren
Der richtige Preis ist weder der niedrigste noch der höchste, sondern der, den deine Zielgruppe für den wahrgenommenen Wert deines Kurses zu zahlen bereit ist. Ein zu niedriger Preis signalisiert oft geringe Qualität und zieht weniger ernsthafte Käufer an, ein zu hoher Preis schreckt ab, wenn das Vertrauen in dich und dein Angebot noch nicht aufgebaut ist.
Als Orientierung gilt:
- Einstiegskurse kosten oft zwischen 49 und 149 €.
- Umfangreichere Programme mit persönlicher Begleitung kosten oft 300 bis 1.000 € oder mehr.
Hilfreich ist außerdem, verschiedene Preismodelle zu testen, etwa Einmalzahlung versus Ratenzahlung.
Tipp: Manche Plattformen bieten flexible Preisoptionen inklusive Ratenzahlungsplänen und gängigen Zahlungsanbietern an, was die Conversion bei höherpreisigen Kursen spürbar verbessern kann und außerdem Vertrauen aufbaut.
Schritt 3: Kurs vermarkten
Ohne Vermarktung kauft niemand deinen Kurs, egal wie gut er ist. Der wichtigste Kanal für nachhaltigen Absatz ist organischer Traffic über Suchmaschinen, also Content, der gezielt auf die Fragen deiner Zielgruppe eingeht und langfristig Besucher anzieht. Ergänzend dazu eignen sich Social Media, ein eigener Newsletter oder Kooperationen mit anderen Creators in deiner Nische.
Besonders effektiv ist außerdem Affiliate-Marketing: Wenn andere deinen Kurs empfehlen und dafür eine Provision erhalten, wächst deine Reichweite ohne zusätzliche Werbekosten. Über Plattformen wie Digistore24 lässt sich ein eigenes Affiliate-Programm in kurzer Zeit einrichten und verwalten, inklusive automatisiertem Tracking und transparenter Provisionsauszahlung.
Plane außerdem gezielte Launches oder zeitlich begrenzte Aktionen, um Kaufanreize zu schaffen und deinen Kurs regelmäßig in den Fokus zu rücken.
Wo kann ich Online-Kurse anbieten?
Online-Kurse lassen sich grundsätzlich über drei Wege anbieten:
- Marktplätze
- Spezialisierte Verkaufsplattformen
- Eigenen Shop
Viele Marktplätze bringen zwar eine eingebaute Zielgruppe mit, geben dir aber eher wenig Kontrolle und Einblick über Preis und Kundendaten. Spezialisierte Plattformen wie Digistore24 ermöglichen den Verkauf inklusive automatisierter Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung und Zugang zu einem großen Affiliate-Netzwerk, bei dem nur eine Provision pro Verkauf anfällt.
Wer maximale Unabhängigkeit möchte, kann seinen Kurs auch über einen eigenen Shop auf Basis von bspw. Shopify oder WooCommerce verkaufen, was für dich aber mehr technischen Aufwand und Eigenverantwortung bei Recht und Steuer bedeutet.
Für die meisten Kursersteller ist eine spezialisierte Plattform der pragmatischste Einstieg, da sie Technik und Administration übernimmt und so den Fokus auf Produkt und Vermarktung lässt.
9 beliebte Plattformen, um Online-Kurse zu verkaufen
Die Wahl der richtigen Plattform hängt davon ab, welche Kombination aus Kurs-Hosting, Zahlungsabwicklung und Vermarktung du benötigst. Manche Plattformen kombinieren alles in einem System, andere spezialisieren sich auf einzelne Bereiche und setzen externe Zahlungsanbieter voraus.
Die folgende Übersicht stellt dir neun Plattformen nach denselben Kriterien vor.
- Digistore24
- ablefy
- Memberspot
- Coachy
- Udemy
- Teachable
- Skillshare
- Kajabi
- Thinkific
Bitte beachte, dass sich Preise und Funktionen mit der Zeit verändern können. Die hier dargestellten Informationen sind aus Juli 2026. Obwohl wir versuchen, die Informationen stets so aktuell wie möglich zu halten, solltest du dich immer selbst informieren, bevor du eine Kaufentscheidung triffst.
Digistore24
Digistore24 funktioniert als Reseller-Modell: Das heißt wir übernehmen Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung und steuerliche Anliegen, auch international.
Ein zentrales Merkmal ist das integrierte Affiliate-System mit über 8.000 Angeboten in mehr als 40 Nischen. Vendoren können ein eigenes Affiliate-Programm einrichten, das automatisches Tracking, Provisionsauszahlung und ein Empfehlungsprogramm für Affiliates umfasst.
Die Cookie-Laufzeit beträgt 180 Tage. Das Kurs-Hosting ist nicht direkt integriert, lässt sich jedoch über Drittanbieter wie Memberspot oder Coachy anbinden.
- Preis: Für Affiliates kostenlos. Vendoren zahlen in der Regel 7,9 % + 1 € pro Transaktion. Für Produkte ab 400 € reduziert sich die Marge regelmäßig auf bis zu 2,9 % + 1 € (bei Vorkasse).
- Eignung: Digitale Produkte, Online-Kurse, Downloads, Software und Events mit Fokus auf Affiliate-getriebenen Vertrieb.
- Beliebte Funktionen: Integriertes Affiliate-Netzwerk mit automatischer Provisionsauszahlung, Conversion Cockpit mit A/B-Testing, Cart Builder mit über 20 Vorlagen, 1-Click-Upsells und Multi-Upsell, Buchungskalender, Tracking via Server-to-Server-Postback.
Ablefy
Ablefy, bis 2023 unter dem Namen elopage bekannt, kombiniert Kurs-Hosting, Checkout, Community und Zahlungsabwicklung in einer Plattform.
Es gibt zwei Modelle: Im Reseller-Modell übernimmt Ablefy Rechnungsstellung, Umsatzsteuer und OSS-Meldung. Im Normalverkäufer-Modell verkaufen Anbieter im eigenen Namen und mir mehr Eigenverantwortung.
Das Affiliate-System ist ab dem Advanced-Tarif verfügbar.
- Preis: Von 39 € / Monat (3 Produkte) bis 549 € / Monat (unbegrenzt Produkte und eigene App). Transaktionsgebühren: 1–7,5 % je nach Tarif und Umsatz. 14-tägige Testphase ohne Kreditkartenpflicht.
- Eignung: Coaches, Trainer, Creator und Online-Unternehmer im DACH-Raum, die Zahlungsabwicklung und Kurs-Hosting in einer Plattform verwalten wollen.
- Beliebte Funktionen: Kursplattform mit Video-Hosting, Mitgliederbereiche, Funnel Builder mit Order Bumps und Upsells, Affiliate-System, Ratenzahlung und Abo-Modelle, DSGVO-konforme Rechnungsstellung.
Memberspot
Memberspot ist eine spezialisierte Lernplattform ohne eigene Zahlungsabwicklung. Für den Verkauf ist eine Anbindung an externe Zahlungsanbieter notwendig. Die Plattform bietet direkte Integrationen dafür.
Alle Daten werden auf EU-Servern gehostet. Ab dem Scale-Tarif ist ein KI-gestützter Kursbuilder (AI Studio) enthalten, der Kursstrukturen, Lektionsinhalte und Quizfragen generiert. Memberspot erhebt keine Transaktionsgebühren.
- Preis: Von 39 € / Monat (1 Kurs und bis zu 100 Mitglieder) bis 499 € / Monat (unbegrenzt Kurse und bis zu 5.000 Mitglieder). Keine Transaktionsgebühren.
- Eignung: Kursersteller und Unternehmen, die eine spezialisierte Lernumgebung mit hoher Darstellungsqualität suchen und die Zahlungsabwicklung extern abwickeln
- Beliebte Funktionen: 4K-Video-Hosting ohne Speicherlimit, DRM-Kopierschutz und Fingerprinting, AI Studio für KI-gestützte Kurserstellung, DSGVO-konforme Datenspeicherung in der EU, kostenloser Umzugsservice.
Coachy
Coachy stellt einen Mitgliederbereich mit Kursinfrastruktur bereit, übernimmt jedoch keine Zahlungsabwicklung. Für den automatisierten Verkauf benötigst du einen externen Zahlungsdienstleister. Die Mitgliederanzahl ist in allen Tarifen unbegrenzt.
- Preis: Von 35 € / Monat (1 Kurs/Produkt) bis 195 € / Monat (unbegrenzt Produkte/Kurse). Keine Transaktionsgebühren seitens Coachy. 30-tägige Testphase ohne Kreditkartenpflicht.
- Eignung: Einsteiger und Coaches, die einen einfachen Mitgliederbereich mit minimaler technischer Einrichtung und unbegrenzter Mitgliederanzahl suchen.
- Beliebte Funktionen: Automatische Landingpage im eigenen Branding, sequenzielle Inhaltsfreischaltung, Autoresponder-Anbindung, Datenschutz- und Impressumsgenerator, direkte Digistore24-Integration.
Udemy
Außerhalb des Udemy-Deals-Programms können Dozenten selbst eine Preisstufe festlegen. Premium-Dozenten sind standardmäßig für das Deals-Programm angemeldet, können sich aber abmelden. Innerhalb des Programms darf Udemy marktspezifische Listen- und Rabattpreise bestimmen.
Einnahmen über eigene Affiliate-Links betragen 97 %, über den Udemy-Marktplatz 37 %. Im Abo-Modell Udemy Business sinkt der Instructor-Anteil 2026 auf 15 %.
- Preis: Veröffentlichung kostenlos. 3 % Udemy-Provision bei Verkäufen über eigenen Link, 63 % Udemy-Provision bei Marktplatzverkäufen.
- Eignung: Kursersteller, die Reichweite und Auffindbarkeit priorisieren und keine Preiskontrolle benötigen.
- Beliebte Funktionen: Zugang zu Millionen Lernenden, eingebauter Marktplatz, Kurs-Analytics-Dashboard, Benutzerreviews und Bewertungssystem.
Teachable
Teachable richtet sich an Kursersteller, die einen schnellen Start ohne technisches Vorwissen suchen. Die Plattform bietet integrierte Zahlungsabwicklung über Teachable Payments. Im Starter-Tarif fällt eine Transaktionsgebühr an, die ab dem Builder-Tarif entfällt. Ein Affiliate-System ist verfügbar.
- Preis: Von $ 29 / Monat (5 Produkte und 7,5 % Transaktionsgebühr) bis $ 309 / Monat (100 Produkte und 0 % Transaktionsgebühr). Custom-Plan auf Anfrage verfügbar. 7-tägige Testphase.
- Eignung: Kursersteller, die eine benutzerfreundliche Plattform mit integrierter Zahlungsabwicklung und schnellem Einstieg suchen.
- Beliebte Funktionen: Drag-and-drop Kursbuilder, integriertes Affiliate-System, Quizze und Zertifikate, Completion-Tracking, Upsells.
Skillshare
Skillshare ist hauptsächlich eine Abonnementplattform für Lernende. Zugelassene Lehrkräfte können ohne Einstellgebühr Kurse veröffentlichen und erhalten einen Anteil am Teacher Fund, der vor allem auf den angesehenen Minuten zahlender Mitglieder basiert, sofern bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind. Die Plattform konzentriert sich insbesondere auf kreative Inhalte. Die Preise und Rabattaktionen für die Skillshare-Mitgliedschaft werden von Skillshare kontrolliert.
- Preis: Kostenlos für Lehrer. Einnahmen über monatliche Royalties, gemessen an den Minuten, die von deinen Kursen angesehen wurden.
- Eignung: Kreative und Künstler, die Kurse zu Design, Illustration, Video, Fotografie oder verwandten Themen anbieten wollen.
- Beliebte Funktionen: Zugang zur Skillshare-Community, Kurs-Projektfunktion für Teilnehmer, Referral-Programm für Lehrer, 1-on-1-Sessions als separate Buchungsoption.
Kajabi
Kajabi kombiniert Kursplattform, E-Mail-Marketing, Funnel Builder, Community und Website in einem System. Es fallen keine Transaktionsgebühren auf eigene Zahlungen an. Affiliate-Management ist ebenfalls verfügbar.
- Preis: Von $ 143 / Monat (5 Produkte und bis zu 5.000 Kontakte) bis $ 399 / Monat (unbegrenzt Produkte und bis zu 100.000 Kontakte). Keine Transaktionsgebühren bei Kajabi Payments.
- Eignung: Etablierte Kursanbieter mit mehreren Produkten, die E-Mail-Marketing, Funnels und Kurs-Hosting in einem System verwalten wollen.
- Beliebte Funktionen: Integriertes E-Mail-Marketing mit Automatisierungen, Funnel Builder, Community-Funktion, Affiliate-Management (ab Growth), Website Builder, eigene mobile App (Pro-Plan).
Thinkific
Thinkific bietet eine Kursplattform mit 0 % Transaktionsgebühren auf allen bezahlten Plänen, sofern Thinkific Payments genutzt wird. Alle bezahlten Tarife umfassen unbegrenzte Kurse. Höherpreisige Pläne erlauben zudem das Entfernen des Thinkific-Brandings. Thinkific bietet keine integrierte E-Mail-Marketing-Lösung, lässt sich aber über Zapier mit externen Tools verbinden.
- Preis: Von 39 € / Monat (unbegrenzt Kurse und 1 Community) bis 159 € / Monat (unbegrenzt Kurse und 3 Communities). Custom-Plan verfügbar. 0 % Transaktionsgebühren bei Nutzung von Thinkific Payments. Kostenlose Testphase verfügbar.
- Eignung: Kursersteller, die Preiskontrolle, eigenes Branding und unbegrenzte Kurse ohne Transaktionsgebühren suchen.
- Beliebte Funktionen: Unbegrenzte Kurse auf allen bezahlten Plänen, Completion-Tracking und Zertifikate, Community-Funktion, SCORM-Kompatibilität im Grow-Plan, Affiliate-Tools.
Welche rechtlichen Bedingungen muss ich beachten?
Gilt bei Online-Kursen das Widerrufsrecht?
Ja, bei Online-Kursen gilt grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Käufer können innerhalb dieser Frist ohne Angabe von Gründen vom Kauf zurücktreten.
Das Widerrufsrecht erlischt bei digitalen Produkten jedoch vorzeitig, wenn der Käufer ausdrücklich zustimmt, dass der Kurs sofort nach dem Kauf zugänglich gemacht wird, und gleichzeitig bestätigt, dass er damit sein Widerrufsrecht verliert. Diese Zustimmung muss aktiv und transparent erfolgen, etwa durch eine Checkbox im Kaufprozess. Diese darf nicht vorausgefüllt sein. Erfüllt dein Kurs die Voraussetzungen für eine Dienstleistung, muss die Dienstleistung darüber hinaus für das Erlöschen des Widerrufsrechts bereits vollständig erbracht worden sein.
Fehlt diese Zustimmung, bleibt das volle Widerrufsrecht bestehen, auch wenn der Käufer die Kursinhalte bereits genutzt hat. Eine korrekte Widerrufsbelehrung ist daher Pflicht und sollte im Zweifel immer von einem Rechtsanwalt geprüft werden.*
*Diese Angaben stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen keine anwaltliche Prüfung des individuellen Kursformats.
Muss man ein Gewerbe anmelden, um Online-Kurse zu verkaufen?
Wer Online-Kurse regelmäßig und mit Gewinnerzielungsabsicht verkauft, muss in Deutschland grundsätzlich ein Gewerbe anmelden.
Eine Ausnahme gilt für Freiberufler: Wer seine Kurse auf Basis einer lehrenden oder beratenden Tätigkeit anbietet, zum Beispiel als Trainer, Coach oder Dozent, kann sich beim Finanzamt als Freiberufler anmelden und benötigt dann kein Gewerbe.
Die Einordnung hängt vom Einzelfall ab. Im Zweifel klärt das zuständige Finanzamt, welche Einstufung zutrifft. Eine frühzeitige Klärung verhindert spätere Nachzahlungen oder Bußgelder.
Welche Steuern muss ich für den Verkauf von Online-Kursen zahlen?
Wer Online-Kurse verkauft, ist in der Regel einkommensteuerpflichtig und muss je nach Tätigkeitsart weitere Steuerarten berücksichtigen. Welche Steuern konkret anfallen, hängt davon ab, ob du gewerblich oder freiberuflich tätig bist und wie hoch dein Umsatz ausfällt. Die folgende Übersicht zeigt drei relevante Steuerarten, die beim Verkauf von Online-Kursen in Deutschland typischerweise eine Rolle spielen.
- Einkommensteuer: Einnahmen aus dem Kursverkauf zählen als steuerpflichtiges Einkommen. Besteuert wird der Gewinn, also Einnahmen abzüglich Betriebsausgaben. Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 € jährlich.
- Gewerbesteuer: Wer gewerblich tätig ist, zahlt Gewerbesteuer, sobald der Jahresgewinn den Freibetrag von 24.500 € übersteigt. Freiberufler sind davon ausgenommen, da ihre Tätigkeit steuerlich anders eingestuft wird.
- Umsatzsteuer: Auf Kursverkäufe fällt grundsätzlich Umsatzsteuer an, in der Regel 19 %. Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, ist davon befreit, solange der Vorjahresumsatz unter 25.000 € lag und der Umsatz im laufenden Jahr 100.000 € voraussichtlich nicht übersteigt.
Die genannten Steuerarten sind jedoch nicht abschließend. Je nachdem welche Rechtsform du für ein Unternehmen wählst, können noch weitere Steuerarten, z.B. Körperschaftssteuer, zu beachten sein. Lass dich hierzu am Besten von deinem Steuerberater beraten.
Was sind die Nachteile von Online-Kursen?
Online-Kurse bieten viele Möglichkeiten, bringen aber auch konkrete Herausforderungen mit sich, die vor dem Start bekannt sein sollten. Wer die typischen Hürden kennt, kann sie gezielt angehen und realistische Erwartungen an den Aufbau seines Kursgeschäfts entwickeln. Die folgenden Punkte zeigen, womit Kursersteller im Alltag häufig konfrontiert werden.
- Hoher Anfangsaufwand: Konzeption, Aufnahme und Nachbearbeitung eines Kurses kosten erheblich Zeit, bevor der erste Verkauf stattfindet. Der Aufwand wird vorab oft unterschätzt.
- Keine garantierten Einnahmen: Ein fertiger Kurs verkauft sich nicht automatisch. Ohne aktive Vermarktung und ausreichend Traffic bleibt der Umsatz aus.
- Starker Wettbewerb: In populären Themenfeldern wie Business oder Persönlichkeitsentwicklung gibt es eine große Anzahl an Angeboten, was Differenzierung erschwert.
- Kontinuierlicher Aktualisierungsbedarf: Kursinhalte können veralten, besonders in sich schnell verändernden Bereichen wie Technologie oder Marketing. Regelmäßige Updates sind notwendig.
- Geringe persönliche Bindung: Im Vergleich zu Live-Formaten fehlt der direkte Kontakt zum Teilnehmer, was Abbruchquoten erhöhen und die Kundenbindung erschweren kann.
- Rechtliche Anforderungen: Widerrufsrecht, Impressumspflicht und Umsatzsteuerregelungen stellen Kursersteller vor rechtliche Fragen, die ohne Beratung schwer zu überblicken sind.
Viele dieser Herausforderungen lassen sich mit der richtigen Plattform reduzieren. Beispielsweise übernimmt Digistore24 die Rechnungsstellung, Steuerabwicklung und den Großteil deiner Compliance automatisch, unterstützt bei rechtlichen Hürden ohne Zusatzaufwand und ermöglicht über das integrierte Affiliate-Netzwerk externen Traffic ohne eigenes Marketing. Fixkosten entstehen erst, wenn tatsächlich Umsatz fließt.
Häufige Fragen zum Thema Online-Kurs erstellen und verkaufen
Kann ich mit einem Online-Kurs 500 Euro am Tag verdienen?
500 Euro täglich sind möglich, aber nur mit einem bereits aufgebauten Geschäftsmodell oder hohem Stundensatz. Hochpreisige Dienstleistungen wie Consulting oder Coaching, der Verkauf digitaler Produkte mit ausreichend Traffic oder ein laufendes Affiliate-Business können diese Summe realistisch erreichen. Für Einsteiger ist das kurzfristig kaum erreichbar, langfristig mit der richtigen Strategie aber durchaus realistisch.
Wie kann ich kostenlos Online-Kurse erstellen?
Kostenlose Tools reichen für einen ersten Kurs völlig aus. Inhalte lassen sich mit Loom oder OBS kostenlos aufnehmen, Folien mit Google Slides erstellen und der Kurs über Plattformen wie Digistore24 ohne monatliche Fixkosten verkaufen, da dort nur eine Provision pro Verkauf anfällt. So entstehen keine Kosten, bis der erste Umsatz fließt.